Musik macht Kinder schlauer!

Kein Kind ist unmusikalisch!

Robinsax

Beim Musikmachen wird unser Gehirn gleichzeitig auf so viele Arten stimuliert wie bei keiner anderen Tätigkeit. Die Verbindung von Hören, Feinmotorik, Emotion und Gedächtnis ist Multitasking in Vollendung. Gehirnforscher haben bei neuronalen Tests an Berufsmusikern erstaunliche Fähigkeiten bei Gedächtnisleistung, dem Sprach- und Vorstellungsvermögen, logisches Denken, der räumlichen Wahrnehmung und der Motorik festgestellt.
Und Sie können es sich schon denken: Je früher der Mensch sich mit Musik beschäftigt, desto stärker die Entwicklung.

Kein Kind ist unmusikalisch. Viele Eltern denken, wenn ihr Kind keinen richtigen Ton beim Singen trifft, hätte es kein musikalisches Talent. Das ist falsch! Singen kann man erlernen. Die Töne richtig zu treffen hat in erster Linie mit richtigem Hören zu tun. Eine musikalische Ausbildung ist deshalb immer auch eine Schulung des Gehörs. Kleine Kinder haben zwar die richtigen Töne im Kopf, sind aber noch nicht in der Lage die Melodie in einer Tonart zu singen. Sie springen in verschiedenen Registern hin und her.

Die ersten musikalischen Schritte unter professioneller Anleitung können sehr früh mit 2 oder 3 Jahren spielerisch in einer Kleinkindergruppe gemacht werden. Hier lernen Kinder mit verschiedenen Klängen und Tönen zu experimentieren. Sie werden dazu angeregt sich durch Bewegung und Gesang, z.B. mit Kinderreimen, auszudrücken. Durch das Musizieren in der Gruppe entwickeln Kinder sehr schnell soziale Fähigkeiten und werden selbstbewusster.

Es kommt nicht selten vor, dass sogar zurückhaltende Kinder in der musikalischen Früherziehung mit anderen Kindern enthemmt singen und tanzen. Selbst Kinder, die in der Schule durch unruhiges und störendes Verhalten auffallen, lernen sich durch die Musik in der Gruppe zu integrieren und können oft in der Musik richtig aufgehen.

Viele Eltern fragen sich ob es überhaupt lohnt, soviel Geld und Zeit in die musikalische Ausbildung ihrer Kinder zu stecken. Ist das Kind überhaupt talentiert?
Die Antwort ist ganz einfach: Musik ist für alle gut! Es muss nicht aus jedem Kind ein Mozart werden. Es geht darum die ursprüngliche Freude an der Musik zu wecken und die Ohren zu öffnen für eine Welt voller schöner Melodien und Klänge. Es ist Bereicherung für das ganze Leben.

Die Musik macht es Kindern möglich, Gefühle auszudrücken, die sie sonst nicht in Worte fassen könnten. Musizieren wird zum seelischen Ventil, das Instrument zum guten Freund. Musikmachen ist die beste Motivation zum Lernen und zur Teamarbeit, erfordert aber auch viel Disziplin. Notenlesen verlangt Konzentration, Üben erfordert Ausdauer, durch das Auswendiglernen von Musik wird das Gedächtnis trainiert. Der anschließende Erfolg zeigt den Kindern, das Lernen Spaß machen kann und das Fleiß belohnt wird. Die Rücksichtnahme auf andere und die Erkenntnis gemeinsam etwas Tolles zu erschaffen, entwickelt sich im Gruppenmusizieren.

Wie förderlich die Musikerziehung für die Gesamtentwicklung der Kinder ist, weiß man durch neueste Forschungsergebnisse aus den USA und Deutschland.

  • Die geistige Entwicklung musizierender Kinder wird deutlich gefördert.
  • Schulische Leistungen verbessern sich.
  • Sozialverhalten wird positiv beeinflusst.
  • Gewalt unter Kindern tritt an musikalisch geförderten Schulen viel weniger auf.
  • Die Feinmotorik, Koordination und Orientierung wird sehr viel besser.
  • Konzentrationsfähigkeit und Durchhaltevermögen bei schwierigen Aufgaben wird gefördert.

Woran liegt das? Amerikanische Forscher sagen, dass Musizieren das Gehirn in hohem Maße stimuliert, weil es beide Gehirnhälften gleichermaßen fordert. Die linke Gehirnhälfte muss sich um logische Zusammenhänge wie Notenlesen und die Motorik kümmern, während die rechte und kreative Gehirnhälfte auf Gefühlsebene arbeitet. Musik macht Kinder schlauer!

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